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2012/01/27 von Tim Kummerfeld

Tims Kummerkasten – Back to Blind Airpass

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Ein herzerfrischendes „Moin Moin“ und schönen guten Tach allerseits.
 Wer kennt es nicht – neue Tricks zu lernen bringt häufig nichts weiter als Kummer und Sorgen. Aber jetzt ist Schluss damit! Schreibt einfach eine E-Mail an kummerkasten@corenation.net und Tim Kummerfeld nimmt sich mit Profitipps der Sache an.
Diesmal haben wir eine E-Mail von Erik erhalten, in der er nach Tipps zum „Back to Blind Airpass“ fragt. Kein Problem, Käpt´n Kummerfeld bitte übernehmen Sie.

Mien Jongs und Deerns, ich präsentiere hiermit die Klimaerwärmung! 17. Januar und draußen sind immer noch knappe 10° C. Ich erkläre den Winter für offiziell beendet. Ihr glaubt mir nicht? Eine alte norddeutsche Seemannsregel besagt: „Liegt im Januar kein Schnee auf dem Deich, die See ist nicht gefroren - der Winter war nie da und wird auch nicht mehr kommen.“ Ich weiß, ihr denkt jetzt: „Naja, ein Reim war das nicht wirklich...“, doch ich muss euch sagen, die Message zählt. Also worauf wartet ihr noch, setzt die Lammfellmütze auf, schnappt euch den Marderschal und ab an die Küste!

Damit euch auf dem Wasser nicht langweilig wird, gibt das hier auch mal wieder einen Trick zum fleißigen Üben. „Back to Blind“ heißt das gute Stück, und um ein bisschen Pepp reinzubringen, wird die Bar dabei noch in der Luft umgegriffen.

Fliegt den Kite tief

Stellt den Kite gleich auf die richtige Position, also so auf zwei, beziehungsweise zehn Uhr. Maximal darunter ist natürlich immer gern gesehen. Wir wollen hier ja schließlich einen Wakestyle-Trick üben und nicht einen Contest an der Affenschaukel austragen.
Zunächst einmal ist ausreichend Druck im Kite erforderlich. Nicht so viel, dass ihr die Kontrolle verliert, sobald ihr euch aushakt.
Die Backroll muss richtig schön hoch herausgepoppt werden. Dafür presst ihr die Kante kurz und knackig in das Wasser, so, als gäbe es keinen Morgen mehr. Dreht vor allem die Nose des Boards etwas weiter in den Wind als beispielsweise beim Railey üblich. Mit dem Blick über die vordere Schulter leitet ihr dann die Backroll ein. Wie bei allen Tricks gilt, der Absprung ist absolut maßgebend für das Gelingen.
Sobald der Raketenstart geglückt ist, zieht ihr die Bar zur vorderen Hüfte und versucht eure Beine möglichst hoch in die Luft zu strecken. Genau diesen höchsten Punkt der Backroll nutzt ihr jetzt, um die Drehung in die Blind-Position einzuleiten. Dafür stoppt ihr eure alte Drehrichtung, indem ihr mit dem Kopf nun in die andere Richtung, also über eure hintere Schulter guckt. Außerdem löst ihr die hintere Hand von der Bar, damit ihr die Bar mit der vorderen Hand entspannt hinter den Rücken an die Hüfte führen könnt.
Den häufigsten Fehler, den ich immer sehe, ist, dass die Bar nicht dicht genug am Körper gehalten wird. Wenn ihr dann hinter dem Rücken umgreift, kommt ihr automatisch in Rückenlage und slamt das Ding.

Timing ist alles

Also merkt euch: Am höchsten Punkt der Rotation ist die Bar soweit es geht an der Hüfte. Jetzt dreht ihr über den Kopf die Rotation „ins blind“ ein. Während dessen muss euer ganzer Körper wieder in eine senkrechte Position kommen, also Board unten, Kopf oben.
Von eurem Timing hängt es jetzt ab, ob ihr blind landet und erst dann den Handlepass vollführt oder ob ihr schon in der Luft den Handlepass macht. Um ehrlich zu sein, blind landen ist meist schwieriger, da ihr die Rotation langsamer ausführen und länger halten müsst.
Sobald ihr den Trick einmal beherrscht und ihr beim Eindrehen ins blind genug Zeit habt, könnt ihr mal einen geschmeidigen Grab einbauen. Hier auf dem Video mache ich einen „Indy Grab Back to Blind“. 

Also liebe Wasserratten, rein ins kühle Nass und ran ans Üben. Für den nächsten Kummerkasten schreibt mir doch wie immer eine Mail an kummerkasten@corenation.net und ich nehme mich dem am meist nachgefragten Trick an!

 

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